"Fink" & Co.

Der Begriff "Finken" ist taxonomisch ungenau: Einerseits meint er umgangssprachlich alle Singvögel, die in Größe, Gestalt und Schnabelform einem Buchfinken ähneln; andererseits bezeichnet er nur die eigentlichen bzw. sogenannten "Edelfinken" (Fringillidae), die den "Fink" auch im Namen tragen. Ornithologen sprechen häufig von "Finkenvögeln" und meinen damit neben den eigentlichen Finken auch die Kernbeißer, Girlitze, Grünlinge, Zeisige, Stieglitze, Hänflinge, Zeisige und Gimpel, aber nicht auch die Witwen, Weber, Braunellen, Sperlinge und Ammern.

Den Finken-ähnlichen Vögeln gemein ist der meist kräftige Schnabel, der sie überwiegend zu Körnerfressern macht, was die Ernährung in der Vogelhaltung erleichtert: Sämereien sind leichter und preiswerter zu beschaffen und zu verfüttern als "Weichfutter" bzw. lebende Insekten, und auch der Kot von Körnerfressern bereitet weniger Probleme. Für die Jungenaufzucht allerdings nehmen diese Vögel viel Insektennahrung auf: Auch unsere einheimischen Sperlinge sind in der Brutzeit im Sinne der Landwirtschaft außerordentlich nützlich. Dem Vogelhalter werden in dieser Zeit viel Mühe und Geschick abverlangt.

Der bekannteste "Finkenvogel" ist ein Girlitz: der Kanarienvogel (Serinus canaria). Es ist typisch für unsere der einheimischen Natur so entfremdeten Zeit, daß der kanarische Girlitz weiten Bevölkerungskreisen viel bekannter ist als unser einheimscher Gilitz (Serinus serinus) oder gar der Zitronengirlitz (Serinus citrinella),


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